Dienstag, 17. Januar 2012

In und um Battambang

In und um Battambang
Gesprochen wird’s übrigend Batdamboong... so in etwa. :) Und hier ist nicht der Hund sondern der Stock begraben. Vor langer Zeit fand hier ein Mann einen magischen schwarzen Stock (bang) von großer Macht mit der er alle Feinde vernichten konnte. Durch die Kraft des Stock wurde er König. Eine alte Frau prophezeite ihm, dass er nur 7 tage König sein dürfe, doch das interessierte ihn nicht. Nach den sieben Tage kam ein Mann auf einem weißen Pferd gefolgen und beanspruchte den Thorn. Der König wollte ihn mit der Macht des Stockes niederstrecken, doch der Stock hatte seine Macht verloren und wart seit dem nicht mehr gesehen :-) So die gaaaaanz grobe Kurzfassung der Legende, wie ich sie vor Ort erzählt bekam...

Marktstände
In Battambang angekommen sind wir, also Tobi und ich,Chhayahotel abgestiegen. Sauber, einfach und preiswert. DZ mit eigenem Bad und Ventilator für 5€/Nacht. Allerdings nur kaltes Wasser. Aber bei dem Klima hier macht das nix, und das Wasser kommt eh schon mit ca. 22 grad aus der Wand :-) Heute morgen erst einmal nebenan im CenterCafe gefrühstückt. Gutes essen für faire Preise. Während des Frühstücks hat sich uns ein sehr nett Moto-Fahrer angeboten. Mr. Odom. Ihn und einen Kollegen haben wir dann auch für 11 Uhr „gebucht“. Nach dem Frühstücke haben wir erst einmal die beiden Märkte der Stadt angeschaut. Interessant, aber wenn mal schonmal den ein oder anderen kambodschanischen oder thailändischen Markt gesehen hat nix umwerfendes. Suppenküchen, Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst. Viel Kitsch und gefälschte Klamotten. Und die Krönung: Bündelweise falsche 100$ Scheine.... Die kann hier eh keiner wechseln... 20 Dollar Noten sind schon schwer klein zu bekommen. :-)

Mehr Luft, ich bin zu Fett :-)
Mr. Odom und sein Kollege entpuppten sich als sehr, sehr nette, fähige Guides! Mr. Odom spricht super englisch sowie französisch, kennt sich gut in der Umgebung aus und hat auch viele Geschichten und Informationen auf Lager die nicht im Reiseführer stehen. Er steht immer vor dem Chhayahotel, Telefonnummer / eMailadresse gebe ich gerne bei Interesse weiter.

Also Tobi und ich je auf den Soziussitz eines Moto und los ging‘s. Zunächst duch Battambang, und gut ausgebaute Strassen bis zu einer holprigen Lehmpiste zum Bambootrain... Dieser besteht aus einem ca. 2X3 m großem Rahmen aus Bambus zwei alten Eisenbahnachsen samt Rädern von denen eine mit einem alten Motor (Wasserpumpe, Landmaschine o.Ä.) angetrieben wird. Morgens und Abends transportieren hier die Bauern von außerhalb sich und ihre Wahren in die Stadt zum Markt.  Tagsüber werden hiermit Touristen mit selbstmörderischer Geschwindigkeit ins nächste Dorf transportiert. 5$ sind an die Touristpolice zu entrichten... Ich würde sagen davon gehen min. 4,50 $ in die Tacher selbiger... hab dem Faher dann noch so was in die Hand gedrückt...  Der Bambootrain endet in einem kleinen Dorf. Hier wird man sofort mit „hällow sör, bei somzing from mi“ empfangen. Zu sehen gibt’s eine Reisfabrik und ein paar einfachen Hütten... Aber die Fahrt ist schon lustig. Auf Grund der schlechten Internetverbindungen hier nur ein kleines, kurzes Video.

Gleiche Strecke geht’s zurück. Bei Gegenverkehr muss der Wagen mit weniger Passagieren/Ladung das gleis Räumen. Also Rahmen runterheben, Achsen an Seite, den anderen passieren Lassen und wieder aufbauen :-)
 Sorry für die Qualität, tausche ich später :-)

Weiter geht’s durch Reisfelder und kleine Dorfer Richtung Prasat Banan. Dieser Tempel ist hoch oben auf einem Berg, rund 270 Stufen gehen nach oben. Der Tempel ist im Angkor-Wat-Design, aber älter und natürlich viel kleiner. Tolle Ausicht über die Gegend! Unten muss man 2 US$ Eintritt zahlen.

Prasat Banan
Zurück am Fusse des Berges schnell ein Mittagessen und weiter geht’s. Wieder durch unzählige Reisfelder. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Wasserbüffel grasen am Straßenrand, Hühner laufen über die Strasse, kleine Kinder spielen vor dem Haus mit alten Granatwerferhülsen...

In  jedem zweiten Dorf war eine Hochzeit. Das hört man schon 2 Dörfer vorher. Wenn ichs richtig verstanden hab, dann dauert eine Hochzeit hier zwei Tage. Einen Tag für die Zeremonie usw. und einen Tag Party! Für die Party baut man riesen Boxentürme auf, stellt ein großes, in sämtlichen Bonbonfarben leuchtendes Pavillon auf, dreht an der Anlage den Bass ganz raus und beschallt die umliegenden 2 Dörfer mit schnulzigen Kamboscha-Schlagern. Die Männer ziehen ihr bestes Hemd an und die Frauen  sind unglaublich übertrieben geschminkt und tragen noch bonbonfarbenere Kleider als. Ich glaube Kambodscha hat mehr Farben als der Rest der Welt. Zumindest bei Hochzeiten :-D  Von überall aus dem Umland kommen Leute und bringen Geschenke. Alle hauen sich fein den Arsch voll und futtern und feiern :-)

Ab auf die Piste. Selber fahren möchte ich nur versierten Selbstmördern empfehlen. Man muss auf den holprigen Lehmpisten laufend Hühnern, Kinder, alten Leuten, Schlaglöchern und entgegenkommenden Fahrzeugen ausweichen. Ab und ab sind die Schlaglöcher so groß das man in einen Kleinwagen drinn parken könnte... Ach und Hunde schlafen auch auf der Strasse... Als Mr. Odem einen Hund nur knapp verfehlte sagte er „Damn, no Barbeque, hahahahaha“ Wir haben ihm dann erklärt das man bei uns keine Hunde isst... Da hat er uns promt um 19 Uhr zum „Dog-Barbeque“ eingeladen... Dazu später mehr...



Blick von Unten
Stupa mit Schädeln
der Opfer
Unser nächstes Zieh war eine nicht so fröhliche Sehenswürdigkeit aus der jüngsten Geschichte Kambodschas. Die „Killing Caves.“ Hier die Roten Khmer tausende von Menschen hingerichtet. Einfach nur weil sie gebildet waren, eine Brille trugen, einen banalen Regelverstoß begangen haben  haben oder einfach nur so. Der Delinquent würde an dern Rand dieser Hölhe gebracht, und mit einem Tritt oder einem Schlag hinuntergestoßen. Kinder hat man einfach hineingeworfen... Den Tempel auf diesem Berk hatten sie zu einem Gefängniss umfunktioniert. Heute ist hier eine Gedenkstätte für die vielen Opfer und der Tempel hat wieder seine ursprüngliche Funktion.


Deutsches Geschütz
(steht auch drauf)
Ein Stückchen weiter ist ein weiterer Tempel aus den 80ern. Der Tempel ist nicht sonderlich schön, aber der Aussichtspunkt ist toll. Bei schönem Wetter kann man unglaublich weit schauen.
Die Aussicht
Auch hier  wird man wieder auf die Kämpfe in den 90ern aufmerksam gemacht, da sofort um die Ecke ein „Deutsches Geschütz steht“...  Komisch eigentlich... Deutschland nimmt doch seit 1945 garnicht an Kampfhandlungen teil, oder? So gegen 17 Uhr waren wir wieder am Hotel. Erstmal duschen, da wir und unsere Klamotten rot waren vom Straßenstaub.

Nachtrag: 17.11.2012
Ich wurde bzgl. des Geschützes in einem Reiseforum auf folgendes hingewiesen:
"Das angeblich deutsche Geschütz auf dem Tempelberg bei BTB ist aus NVA Beständen, weil wir lustigen DDR Bürger Anfang der 70er Jahre bis 1978 die Roten Khmer unterstützt haben. Danach ab 1979 die Vietnamesen und die Gegenbewegeung zu den RKs.....
...Unsere Bundeswehr beteiligt sich seit 1992 an Auslandseinsätzen. Erster Stützpunkt war - Kambodscha, UN Mission."


Um 19 Uhr war trafen wir uns mit Mr. Odom vor dem Guesthouse. Ein Zweites Moto gerufen und durch die dunklen Gassen von Battambang zu einem unscheinbar aussehenden Hof vor einer Hütte. Hier gabs Plastikgarnituren, ein Grill mit Topf und viel Müll auf dem Boden. Die dort sitzenden Kambodschaner haben und angeschaut als ob wir vom Mond kommen...Mr. Odom hat anscheinend erklärt was wir da wollen und alle lachten :-)
Mit Mr. Odom beim Dog-BBQ...
Auf den Tisch kam dann Frische Minze, Bananensteudenherz in feinen Scheiben, sowie Hundecurry und Hundebarbeque. Alles in kleinen Stücken. Das Curry war recht knorpelig und nicht so meins, und gegrillt hätte es ach Schwein sein können... Auf den Tisch kam übrigens alles vom und, samt Innereien. Die Minze und Bananenstaude war der Hammer.. mit passendem Dip. Dazu gab‘s Wasser mit Eis und selbst gebrauten, schwarz gefärbten Reiswein. ca. 30%…  Prost...

Am nächsten Morgen habe ich mich von Tobi verabschiedet. Dieser hat sich auf den Weg nach Bangkok gemacht und wird von da aus nach Burma weiter.

Ich hab mich nach den Frühstück mit Mr. Odom getroffen und habe eine kleine Kultour unternommen. Zuerst ging‘s zu einer Räuchermanufaktur. Die machen die hier tatsächlich von Hand.
Räucherstäbchen abpacken
72 Jahre ist die Gute....
Danach haben wir bei einer alten Dame gehalten die von Hand Zigaretten herstellt und an die Einheimischen verkauft. Es gibt 3 verschiedene Sorten. 186 Kippen kosten 1000 Riel. Also ca. 25 US-Cent. Günstiger kann man nicht rauchen... Sie hat eine Vorrichtung wie eine Drehmaschine und macht immer 4 Kippen gleichzeitig. Und das seit rund 60 Jahren, jeden Tag.... Von hier aus noch zu einer Firma die die Nudeln für Frühlingsrollen herstellt. Alles von Hand, inkl. Lufttrocknung und bei einer Krokodilfarm...
Mehr als 10 sek hat man nicht

Jetzt bekomme ich bestimmt böse eMails, aber hier ist das normal und unsere Moralvorstellungen greifen hier nicht.

Weiter ging‘s in die „Hallen des Grauens“... Hier wird Fischpaste, eine Grundzutat zu fast allen Kambodschanischen Spiesen sowie getrockneter Fisch hergestellt. Es stinkt unglaublich.. der Fisch fermentiert und wir dabei immer wieder gesanzlen, gewendet um umgefüllt bis nur noch eine Paste über ist...




Ein Bottisch beim Gähren
Alles kleine Fische & Salz


Gebeine der Opfer in
einer Stupa
Auch in Battambang gab es "Killing Fields" wo die Menschen bis zum Zusammenbruch oder Tot auf den Reisfelderb arbeiten mussten. Für mehrere 10.000 Opfer wurde hier eine Gedeckstätte errichtet. In dieser Stupa sind viele Gebeine aufgebart und Reliefs rundrum erzählen die tragische Geschichte.


Alte Pepsi-Fabrik Battambang
Auf dem Rückweg haben wir noch die alte Pepsi-Fabrik besichtigt. 1975 wurde diese von jetzt auf gleich verlassen. Hier gibst bis auf ein olles Pepsi-Schild und ein paar kaputten Falschen nix zu sehen. Ausserdem wohnen auf dem Gelände nun einige Familen. Erstaunlich ist das der Vorgarten immer noch gepflegt wird.

Auf in Richtung Hotel und noch fix am stillgelegten Bahnhof vorbei. Dieser wird in Reiseführern empfohlen, bietet jedoch nix außer ein paar kaputten Gebäuden und verbogenen Schienen. Die Bretter der alten Wagons haben die ärmeren Leute wahrscheinlich längst zu Hütten verarbeitet.
Den Nachmittag hab ich verpennt, da es viel zu heiß war um sich zu bewegen :-)

Freitag, 13. Januar 2012

Verkehr in Siem Reap


Wie angedroht hier ein kleiner Einblick in die Fahrweise der Einheimischen :-)
Habe das Video stark verkleinern müssen.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Siem Reap und per Boot nach Battambang

In Siem Reap sind meisten Strassen in einem gute Zustand. Der Barang, wie Europäer hier genannt werden, findet hier eigentlich alles was er braucht und nicht braucht :-)
Mitri Guesthouse
Wir sind im Mitri Guesthaus abgestiegen. Hier hat und ja unser „crazy crazy hahahaha“ Taxifahrer raus abgesetzt. Das Guesthouse hat zwar eine kleine Baustelle vor der Tür, ich kann es aber wärmstens Empfehlen. Es liegt ein wenig Abseits des Treibens in einer kleinen Gasse. Mr. Sovann, der Inhaber und auch der Großteil der Angestellten sprechen gutes Englisch, es ist sauber, die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit, und es ist 24 Stunden jemand da. Www.mitriguesthouse.com


Zum Abendessen sind wir einfach mal Richtung PubStreet. Der „PupStreetBlock“ selber hat eher ein mediterranes Flair und hier sind die eher teuren Restaurants und man sieht das alles für die Touritsen angelegt ist... Um diese Strassen herum sind Bars, Garküchen und weitere Restaurants. Sofort würden wir an der ersten Garküche von einer kleinen Kambodschaerin abgefangen mit „tähkalokatmänju...“ What? „tähk a lok at mänju“ hää? ... „Take a look at the menu“ Ach so! :-D Haben wir dann auch getan. Es sind 3 zierliche kleine immer gut gelaunten Schwestern die zusammen
Garküche der Schwestern :-)
Ihrer Mutter die kleine Garküche betreiben. Unglaublich.. 2 Gaskocher, 1 Wok und eine alte Pfanne und damit zaubern die super Essen ab ca. 1,50 $ (der erste Stand unter der riesigen Videowand) alle 3 Schwestern sprechen englisch und sind total lustig...

So genug Werbung :-)
"Ta Phrom" bekannt
aus Tomb Raider
Wen man in Kamdoscha und grade in Seam Reap ist, kommt man um Angkor natürlich nicht drum herum. Eigentlich wollte ich erst später auf meiner Reise hier hin, aber wie das so plant kommt es ja doch nie..
Also zusammen mit meinen Mitreisenden erstmal frühstücken, und dann ein / zwei Besorgungen machen, einen remork-Fahrer chartern und ab nach Angkor. Ich habe nur ein Ein-Tages-Ticket genommen (20 US$) da ich ja im Februar nochmal her komme... Aus diesem Grund gehe ich auch mal nicht weiter drauf ein. Auf jeden Fall Sehenswert und ein absolutes muss! Aber meiner Meinung nach reichen 1 bis 2 Tage um sich Ankor anzuschauen. Es sei denn man ist der totale Kulturfanatiker und/oder steht auf alte Steinhaufen :D

Abends dann zurück und aber zu „den Schwestern“ abendesse. Insgesamt sind es 7 Schwestern haben wir erfahren. Einen kurzen Schlenker über den unglaublich sauberen, für Touris angelegten unecht wirkenden Nachtmarkt. Hier verkaufen alle das gleiche zu den selben, überhöhten Preisen an Touris. Nichts was sich zu sehen lohnt. Ausgenommen der Bar in der Mitte, die aber auch recht hohe Preise hat.
Wenn man nicht grade wie der Typische 4-Sterne Touri ausieht wird man wenns dunkel ist an Strassenecken oder Kreuzungen auch gerne mal gefragt: „pst... wan marijoana ?“ No thank you, i dont smoke.... „oke oke... wan koka?“... schon Heftig. Ich hab gelesen man sollte besser nicht mal die einheimischen Energiedrings trinken, da die einen umballern können :-D

X-Bar
Eine schöne Bar ist die X-Bar (RoofTop) direkt gegenüber der Pub-Street. Durchgeknallte Leute, faire Preise und eine Halfpipe auf dem Dach... Großes Bier 1 US$, Long Island Ice Tee für 2 US$. Viel Long Island drin, wenig Icetee. Prost! :-) Um 4:00 dann mal richtung Gusthouse... und „Plopp“ hatte ich rechts und links eine Kambodschanische Schönheit im arm... Hällo Sör.. Hau ar juh? Wand to stäi de nei wit me?“ Nach einem mehrfachem „No Thank‘s“ von mir habe die Damen dann auch aufgegeben. Mein Geld und meine Camera waren sogar noch da :-)

Verscheidene Minen
und Granaten
Am nächsten Morgen sind die anderen um 8 :00 Frühstücken... Puh.. Die anderen Sind um 9:00 Richtung Angkor aufgebrochen. Ich habe erstmal wieder hin gelegt, da wir am Abend vorher einen kleinen Getränkeunfall hatten. So gegen 12 habe ich mich dann mal auf gemacht, etwas gefuttert und bin dann mit dem remork zum Minen-Museum. In Siem Reap ist es Ausländern verboten ein Fahrzeug zu führen. Auf die nicht vorhandenen Verkehrsregeln bin ich ja schon eingegangen. Das passende Video muss ich nachreichen, hier ist die Internetverbindung leider zu schlecht.
Das Landminenmuseum ist sehr sehenswert! Allerdings auch ganz schön harter Tobak... Der komplette Gewinne aus Eintritt, Verkauf und die Spenden gehen an Kinder die Opfer von Landminen sind und auf dem Gelände leben. Für Ausländer der 3 US$ Eintritt. Für Kambodschaner kostenlos. Sehr informativ. Die Infos lassen sich hier leider kaum wieder geben. In jedem Reiseführer zu finden. Kann auch super mit einigen Angkor-Tempeln kombiniert werden.

Danach ein wenig durch den Markt am Fluss gelaufen. Aussen sind fast nur Touri-Stände, aber innen ist noch ein richtiger Markt mit Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse und Essensständen. Riecht gruselig, macht aber Spass, da einen die Kambodschaner anschauen als ob man sich verlaufen hat. Ist wahrscheinlich bei 95% auch so :-)
Angebrütetes Entenei
manchmal mit Federn..
Abends, wie soll es anders sein zu den „Schwestern“ Selbige habe eine nationale Spezialität im Angebot. Angebrütete Enteneier...Also da kann schon mal ne Feder mit drin sein... Und Kanadier am Nebentisch haben sich erstmal eins bestellt... Sofort kam das gesamt personal der Küche und die Umherstehenden remork-Fahrer an um sich da Schauspiel anzusehen... Aus der zweiten Reihe kommt dann ein „ju mast jus lemon. Its bätta wit lemon“.. ein großartiges Spektakel.. Trotzt  Anfeuerungen durch alle 3 Schwestern und der remork-Fahrer habe ich mich nicht getraut. Aber ich komm ja nochmal wieder. Danach noch 2-3 Bier und ab ins Bett.

Das ist der Beifahrersitz
Fahrer rechts :-)
Heute gings‘ dann um 6:30 los...Thorne und Maria machen sich auf den Weg nach Süden an die Küste und Dieter wollte Richtung Laos. Und ich mit dem Boot nach Battambang. 19,50 $ inkl. Pickup am Guesthouse. Die Fahrt dauerte etwa 6 Stunden. Über den Tonle Sap Fluss und See und den Stung Sangker. Um 7:30 war der Schuttelbus dann auch da. Leute und Klamotten reinstopfen und zum Bootsanleger.

Wie überall wird man auch hier sofort von Leuten belagert die einem was verkaufen wollen. Cola, Bier, Wasser und Baguettes... Nun aber ab aufs Boot.

Und... ja.. AUFS Boot.. denn unten war kein Platz.. Also die Rucksäcke und die nicht ganz verweichlicht aussehenden Barangs aufs Dach.. Zum Glück war es nicht ganz so heiß, und ein wenig bewölkt. Sonst wären wir bestimmt gebraten worden. Zwischendurch nochmal ne Stunden gepennt und schön über den rieeeeesen See, durch schwimmende Dörfer und vorbei an Fischerdörfen und winkenden Kindern. 6 Stunden auf eine Bootsdach aus Stahl sitzen bedarf echt er Ausdauer und macht einen viereckigen Arsch.. Aber gelohnt hat es sich, wenn der Preis vielleicht etwas hoch ist für eine „Mitfahrgelegentheit auf dem Dach“...

In Battambang ist mal echt der Hund begraben. Aber dafür gibt’s wohl reichlich Kultur. Am Bootsanleger in Battambang habe ich den Schweitzer Tobias kennen gelernt, und da in dem Guesthouse in das wir beide wollten nur ein Zimmer frei war, haben wir uns das halt geteilt... 2,5 US$ / Nase. Ventilator, WC, Dusche und fertig. Fernseher ist sogar auch da und ein Kühlschrank. Mein Schweitzer Mitbewohner ist 21 und seit 4,5 Monaten unterwegs. Von Moskau mit der transsibirischen-Eisenbahn nach Bejing und von da aus ist er dann mit Bus, Bahn und Flugzeug durch Halb Asien gereist... So, nun gibt’s noch ne Cola und dann ab ins Bettchen... Unternehmen kann man hier abends nicht wirklich etwas.... Hier im Eingangsbereich des Guesthouses Laufen viel zu laute kamdoschanische Schnulzen-Musikvideos und der ein oder andere singt mit...Ach was.. ne Dose Bier geht noch! :-D

Montag, 9. Januar 2012

Auf nach Kambodscha!


Gestern ging‘s dann los Richtung Kambodscha. Gegen 9 habe ich mich mit Dieter getroffen und wir sind erstmal in die Apotheke und haben uns mal ne Hand voll Malaria-Profilaxe gekauft. Pro Pille 5 Baht... also mal 20 Pillen eingepackt,(20 Pillen + 5 Baht = 100 Baht =2,50 €) In Deutschland kostet die günstigste mir bekannte Möglichkeit so rund 40 € für ca. 12 Pillen... noch Moskito-Schutz-Sprey und Sonnenschutz gekauft auf mit dem Taxi zum Mo Chit Bus Terminal.
Hier haben wir dann auf den letzten Drücker noch den 11:00 Uhr Bus Richtung Grenze erwischt, 212 Baht (~5 €), wo wir dann gegen 17 Uhr aufschlugen. Im Bus habe ich noch Thorne aus Hamburg und Maria aus Spanien kennen gelernt und so sind wir zu viert los...
Der Bus hält vor einem „offiziell aussehenden Gebäude. Kaum öffnet sich die Bustür auf, schon stürmt ein Thai in den Bus und versucht auf gebrochenem englisch alle Businsassen (sind eh nur noch Europäer drin, die Thais sind ja vorher schon ausgestiegen) in dieses Gebäude zu locken um einem überteuerte und/oder falsche Visa zu verkaufen. Wir haben uns jedoch nicht beirren lassen und sind einfach mal los gelaufen. Immer Richtung Grenze... Auf der thailändischen Seite kurz die „departure card“ ausfüllen, die man bei Einreise in den Pass getackert bekommt, den schlecht gelaunten Beamten nett anlächeln, Stempel kassieren und schon ist man im Niemandsland zwischen Thailand und Kamdoscha :-)
Auf der kambodschanischen Seite haben wir uns auch nicht beirren lassen und sind auch im „echten“ „Imigration Police Office“ gelandet. Ein Touristvisa kostet 20 US$ für 30 Tage. + 100 Baht oder 1$ Tip für die „netten“ Beamten... Man füllt ein Formular aus, klebt ein Passbild auf und zahlt o.g. Betrag. Ich hatte natürlich kein Bild und so sagte der nette Beatmte „ give me 5 more dollar“... Dann gings auch ohne Passbild und die Beamten teilten sich meine 5 Dollar einfach auf :-) Also Visa in den Ausweis geklebt, Weiter zu Passkontrolle. Hier wird genau wie in Thailand ein digitales Foto gemacht, noch Stempel in den Pass und man ist in Kambodscha!
Auch hier kann man wieder keine 5 Meter gehen ohne angequatscht zu werden. Wir haben hier dann nicht den kostenlosen Shuttlebus (1$) zum Touristen Bus Terminal genommen, sonder sind einfach erstmal ein paar Meter gelaufen. Immer gefolgt von einem kleinen, dürren Kambodschaner der uns ein Taxi aufschwatzen wollte. Aber wir hatte erstmal Hunger. Aber auch dafür hatte der kleine Kamodschaner eine Lösung und schleppte uns in eine kleine Garküche. Gebratener Reis mit Rind und Gemüse + eine Dose Bier zusamen 65 Baht (ca. 1,60 €) kann man nicht meckern...

Wir haben uns dann doch von ihm ein Taxi besorgen lassen und sind zu viert mit dem Taxi auf die Reise nach Siem Reap. Ca. 200 KM 40 US$. 10 Dollar für jeden... der Touristenbus kostet etwa 15 US$ / Person.. Unser Taxifahrer Sprach etwas englisch und war eine echte Frohnatur, er brabbelte laufend etwas, lachte dreckig und sagte bei jedem zweite Fahrzeug das wir überholten „crazy crazy hahahaha“ und/oder „Lucky Lucky hahahaha“... Zwischendurch auch mal die Frage „Juh wont boomboom? Hahahaha... ei noh nai Lehdy! Lucky Lucky, hahahaha“... wie im schlechten Film :-)
Um 18 uhr ist es hier dunkel. Es ist allerdings Vollmond, und so kann man zumindest das ein oder andere Reisfeldes in der Gegend erahnen. Erahnen kann man auch die vorausfahrenden oder entgegenkommende Fahrzeuge. Ochsenkaren haben natürlich keine Rück/Vorderlicher und so kommt es schon man zu rasanten Ausweichmanövern... „Crazy crazy hahahaha“... Ach, und auch wenn man an einem Auto, Motorrad oder LKW Rück und Vorderlicht hat, muss mans ja nicht benutzen... ist ja Vollmond, da sieht man genug :-) Auch ist es nicht wirklich wichtig auf welcher der Straßenseite man hier fährt... einfach ordentlich Lichthupe dann sehen einen die anderen schon. Erstaunlich, aber es funktioniert..


Nach rund zwei Stunden Fahrt sind wir in Siem Reap angekommen. Unser Taxifahrer war echt bemüht und hat uns solange von Guesthouse zu Guesthose gefahren bis wir zwei schöne Zimmer gefunden haben. Doppelzimmer für 8 $ / Nacht! Sehr nette Leute, sauber inkl. eigenem Badezimmer und heißer Dusche. Zwar mit Baustelle vor der Tür, aber egal. Tags ist man ja eh nicht da :-)

Freitag, 6. Januar 2012

Die Welt ist ein Dorf...


Gestern bin ich dann nach einer kleinen Rundreise mit der deutschen Bahn und einem Zwischenstopp in Dubai in Bangkok angekommen. Während ich feststellte, dass der schöne klimatisierte Bus wohl nicht mehr an der gleiche Stelle abfährt wie letzes Jahr, lernte ich einen jungen Man aus Belgien kennen. Selbiger hatte das gleiche Problem und hört auf den wohlklingenden, typisch belgischen Namen „Dieter“ ;-)
Also haben Dieter und ich uns einfach mal dumm gestellt, das kann ich ja gut, und jeden Shuttlebusfahrer der stoppte gefragt wie wir denn zur Khao san Road kommen. (Das ist die Rucksacktouristengegend in Bangkok) Irgend einer hat uns dann mitgenommen und an einem Busbahnhof raus geworfen. Hier fuhr der „public bus“ für 14 Bahr ab. Wir waren die einzigen „weissen“ im Bus... fühlt sich schon komisch an... Nochmal umsteigen und 30 Baht später waren wir auf der Khao san Road. Hier treffe ich dann auch noch Harald (Raftan,).... 
 
Die Welt ist echt ein Dorf...

Gegen 20 Uhr hier noch ein Zimmer finden ist nicht ganz einfach, hat aber dann doch funktioniert. Für die ersten zwei Nächte auch mit Klimaanlage und einem eigenen Bad mit heisser Dusche (ist hier nicht üblich). Also schnell duschen, umziehen und mit Dieter los ein paar Bier trinken.
Heute morgen habe ich dann festgestellt, das mein Portemonnaie verschwunden ist... grrr... 200 € und der ganze Kartenscheiß ist futsch... Musste mir ja auch mal passieren... Zum Glück habe ich ja ne Hand voll Travlercheques mit... Also erstmal Travlercheque eingetauschen und nun Sitze ich hier, Frühstücke und stelle fest, dass der Thai-Kaffee immer noch so scheisse ist wie die letzten male :-D

Donnerstag, 5. Januar 2012

Packliste :-)

 Gleich gehts auf die Reise. Gestern Abend (24h vor Abflug) wollte ich schön online einchechen, damit ich auch n tollen Fensterplatz mit Beinfreiheit bekomme... aber nein.... ging nicht. Also habe ich erstmal vermutet irgendwas mit meinem Ticket nicht stimmt, mich der Reiseveranstalter betrogen hat oder was auch immer. Hoteline hatte natürlich Feierabend, also heute Morgen erstmals ans Telefon, Hotline anrufen und.... Puh.. alles klar.. Tickets in Ordnung... Die sehr nette Dame teilte mir dann mit, dass man mit meiner Art von Ticket nicht online einchecken kann... grrrr...



Hier meine Packlist für 58 Tage Kambodscha & Thailand:
  • Rücksack :-)
  • Je 5 x TShirt, Unterhose und Sneeker-Socken
  • 1 Longsleeve
  • 1 Short
  • Asperin und Ibuprofen 
  • Liebingszahnpasta (die gibts da nich)
  • MP3-Player
  • Laptop
  • Travlercheques
  • Eine hand voll Dollar ;-)
  • 67 Baht (Rest von letztem Jahr)
  • Kamera 
  • Internationaler Führerschein
Zusätzlich am Körper getragen: Kapuzenpullover, lange Hose, Outdoor-Sneeker.
Rest besorge ich da... Ist billiger als und hier kaufen und mitschleppen. In Thailand kann man in jedem Guesthouse für ein paar Baht waschen lassen.. Funktioniert super wenn man ohne Weichspüler leben kann :-) Und wie ich gelesen habe geht das in Kambodscha wohl auch.















Die Limo dient nur zum Größenvergleich und kommt natürlich nich mit :-)

Dienstag, 3. Januar 2012

Los Gehts...

Übermorgen gehts los.... Erstmal über Dubai nach Bangkok oder auch wie die niemals schlafende Stadt im Ganzen heisst:
„Stadt der Engel, große Stadt [und] Residenz des heiligen Juwels uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishnukarm gebaut wurde.“
Ich werde versuchen hier alle paar Tage mal etwas zu schreiben und das ein oder andere Foto hochzuladen. :-)